Der Weg zum Feuerwehrmann – Die Ausbildung

Welche Voraussetzungen müssen erfüllt werden?

Zur Ausbildung sind Männer wie Frauen gleichermaßen zugelassen. Wenn im Folgenden vom ‚Feuerwehrmann‘ die Rede ist, geschieht dies lediglich um des besseren Sprachflusses willen. Wenn du zur Feuerwehr willst, musst du einen Hauptschulabschluss und eine möglichst handwerkliche Berufsausbildung haben, die nicht schlechter als mit 3,0 abgeschlossen worden ist. Du darfst nicht älter als 38,5 Jahre sein, musst gute Deutschkenntnisse besitzen und einen Führerschein der Klasse 3. Du bist mindestens 1,60 m groß, körperlich fit und kannst in engen Räumen und großen Höhen arbeiten. Wichtig ist auch die deutsche Staatsbürgerschaft oder die eines EU-Mitgliedstaates, denn du fällst schon während der Ausbildung unter das Beamtenrecht.
Bevor du dich zur Feuerwehrmann Ausbildung bewirbst, mache dir bitte klar, was es bedeutet, diesen Beruf auszuüben. Du wirst im Schichtdienst arbeiten, in einer dauerhaften Alarmbereitschaft. Bei Alarm musst du innerhalb weniger Minuten, egal aus welcher Situation heraus, im Einsatzfahrzeug sitzen. Du wirst Unglücksfälle erleben, Unfälle, Katastrophen, du wirst dich in Gefahr begeben, und du wirst damit klar kommen müssen, dass du trotz deines Einsatzes manchmal nicht mehr helfen kannst. Feuerwehrmann sein heißt psychischen Stress aushalten können – dieser Beruf ist nicht dazu da, Kinderträume zu erfüllen.

Welche Einstellungsprüfungen werden durchgeführt?

Wenn du die Voraussetzungen erfüllst, musst du dich einigen Eignungsprüfungen unterziehen.

  • Im Einstellungstest gute Rechtschreib-, Mathematik- und Allgemeinkenntnisse nachweisen
  • Im praktischen Teil sportliche und handwerkliche Fähigkeiten unter Beweis stellen
  • Schwindelfreiheit zeigen durch das Besteigen einer ausgezogenen Drehleiter
  • Einen Test zum Tragen eines Atemschutzgerätes absolvieren
  • Eine Gesundheitsprüfung bestehen.

Welche Inhalte hat die Ausbildung?

Eine Feuerwehrmann Ausbildung dauert 18 – 20 Monate. Sie gliedert sich wie jede Ausbildung in einen theoretischen und einen praktischen Teil. Hier ein Auszug der Theorie- und Praxisgebiete:

  • Allgemeine Grundlagen (Staatsbürgerkunde, Rechtsgrundlagen)
  • Fachbezogene Grundlagen, z.B. Physik, Löschmittel, Löschverfahren
  • Atemschutz
  • Sprechfunk
  • Gefahrstoffe
  • ‚Manöver‘artige Simulationen von Einsatzsituationen unter fachkundiger Anleitung
  • Eine Rettungssanitäter-Ausbildung im Krankenhaus und auf der Rettungswache
  • Eine Brandschutzausbildung in den Feuerwehrwachen
  • Jede Menge Sport, Fitnesstraining, Tauchen, Rettungsschwimmen

Der Verdienst in der Ausbildung und die Laufbahnaussichten

Wenn du in die Feuerwehrmann Ausbildung eintrittst, bist du Beamter auf Probe. Du verdientst monatlich ca. 925,- € plus die ‚Anwärtersonderzulage‘ von 326 ,- €. Der Beruf bietet gute Aufstiegschancen. Die Ausbildung endet mit der Laufbahnprüfung. Nach einer Bewährungszeit im mittleren Dienst wirst du Hauptbrandschutzmeister. Bei besonderer Eignung ist ein Aufstieg in den gehobenen Dienst mit verschiedenen Leitungsfunktionen möglich.